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Angelwetter: Hilfreiche informationen!

Das Angelwetter beeinflusst unmittelbar das Verhalten der Fische, auch wenn wir es meist nicht so stark bemerken. Die Einflussfaktoren, welche sich auf das Verhalten der Fische auswirken können, sind sehr vielfältig. Dazu zählen zum einen der Regen und der Wind andererseits können aber auch die Hitze oder der Luftdruck dazu beitragen, ob das Beißverhalten der Fische nun gut oder weniger gut ist. Um auch wirklich erfolgreich am Wasser zu sein, möchten wir dir in diesem Artikel die unserer Meinung nach wichtigsten Einflussfaktoren, welche das Verhalten der Fische beeinflussen können, erklären.

1 Wie wirkt sich der Regen auf das Verhalten der Fische aus?

Der Regen ist ein Faktor, welcher das Verhalten der Fische beeinflussen kann. In diesem Abschnitt erfährst du, welche Auswirkungen der Regen haben kann und ob die Fische eher vor einem Regenschauer oder eher nach einem Regenschauer beißen.

1.1 Beißverhalten der Fische vor einem Regen

Sowie alle Tierarten reagieren auch Fische stark auf Veränderungen. Vor einem Regen ist das Beißverhalten besonders bei Raubfischen deutlich eingeschränkt und geringer. Der wesentliche Grund dafür liegt in der Luftdruckveränderung. Friedfische wie beispielsweise Karpfen haben es deutlich leichter mit Luftdruckveränderungen umzugehen als Raubfische. Friedfische können den Luftdruckwechsel nicht nur mit der Schwimmblase ausgleichen, sondern auch mit ihrem Verdauungstrakt. Bei Raubfischen hingegen wird ein Luftdruckwechsel nur über die Schwimmblase ausgeglichen, was zu starkem Stress führen kann. Aus diesem Grund sind besonders Raubfische vor einem Regen meist weniger beißfreudig.

Regen

Ein weiterer Grund warum das Beißverhalten der Fische vor einem Regen eher gering ist, ist, dass der Sauerstoffgehalt im Wasser bei niedrigem Druck ebenso gering ist. Die meisten Fische verhalten sich bei einem kräftigen Tiefdruckgebiet meist träge, was dazu führt, dass sie weniger beißfreudig sind.

1.2 Beißverhalten der Fische nach einem Regen

Grundsätzlich sagt man, dass nach einem kräftigen Regen die beste Beißzeit ist. Durch den Regen gelangen einerseits Nahrungspartikel vom Ufer in das Wasser, wodurch vor allem Friedfische angelockt werden und andererseits werden Würmer und Insekten in das Wasser geschwemmt, welche meist kleinere Raubfische anlocken. Ebenso größere Räuber finden in dieser Zeit reichlich an Beute. Weiters trägt der Regen enorm zu einem erhöhten Sauerstoffgehalt im Wasser bei, was dafür sorgt, dass die Fische sich mehr bewegen und deutlich beißfreudiger sind. Man muss jedoch beachten, dass kurze Schauer meist keine große Veränderung mit sich bringen. Hat es jedoch ausgiebig geregnet, ist das ein gutes Zeichen, dass man am Wasser einen Erfolg haben wird.

2 Wird das Verhalten der Fische durch den Wind beeinflusst?

Ein weiterer Einflussfaktor, welcher das Verhalten der Fische beeinflusst, ist der Wind. Auch wenn der Wind von vielen Anglern als unangenehm empfunden wird, trägt er zu guten Witterungsbedingungen unter Wasser bei. Durch den Wind wird der Sauerstoffgehalt im Wasser erhöht und es entstehen sogenannte Unterströmungen. Das trägt dazu bei, dass der Sauerstoff sowie die Nährstoffe in alle Wasserschichten verteilt werden. Vor allem auf der Uferseite, welche dem Wind zugewandt ist, erhöht sich der Sauerstoffgehalt enorm. Aus diesem Grund sagt man, dass die dem Wind zugewandte Uferseite meist attraktiver ist und für mehr Bisse sorgt.

Wind auf der Wasseroberfläche

2.1 Welchen Einfluss hat die Windrichtung?

Immer öfter wird darüber diskutiert, welche Windrichtung ideal ist, um einen Fisch zu landen. Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten, da die Richtung des Windes allein meist nicht so einen großen Einfluss auf das Beißverhalten der Fische ausübt. Vielmehr kommt es dabei auf die Kombination aus mehreren Faktoren an, wie beispielsweise der Luftdruck, die Jahreszeit aber auch die Wassertemperatur.

Im Sommer bewirken Winde aus Osten meist einen raschen Wechsel vom Hochdruckgebiet zu einem Tiefdruckgebiet. Dieser rasche Luftdruckwechsel kann den Fischen schon einmal auf den Magen schlagen, was dazu führt, dass sie meist nicht so stark beißen. Im Frühjahr hingegen können Ostwinde zur Bildung von Hochdruckgebieten beitragen. Das kann sich positiv auf das Beißverhalten der Fische auswirken.

Im Herbst gibt es vermehrt viele Westwinde, welche anschließend meist von Nordwinden abgelöst werden. Für gewöhnlich wird dadurch, dass die Temperaturen kühler werden, die Beißlust der Fische gehemmt. Da jedoch diese Abkühlung ebenfalls mit einer starken Erhöhung des Sauerstoffgehalts einhergeht, ist das für das Beißverhalten der Fische wiederum gut. Im Frühjahr hingegen wird das bereits kühle Wasser durch kühle West- und Nordwinde noch stärker abgekühlt, was sich nachteilig auf das Beißverhalten der Fische auswirken kann.

3 Wie verhalten sich Fische bei hohen Temperaturen?

Neben den bereits genannten Faktoren können auch hohe Temperaturen das Beißverhalten der Fische beeinflussen. Vor allem wenn die Wassertemperatur im Hochsommer stark ansteigt, werden die Fische träge und es ist meist mit einer Beißflaute zu rechnen, da der Sauerstoffgehalt stark abnimmt. Es ist aber nicht ausgeschlossen den ein oder anderen Fisch auch bei warmen Sommertagen an den Haken zu bekommen.

Um auch bei hohen Temperaturen den ein oder anderen Fisch zu landen, ist die Auswahl des Angelplatzes sehr wichtig. Grundsätzlich wird dem Wasser entweder durch die Pflanzen oder durch die Oberfläche Sauerstoff zugeführt. Bei stehenden Gewässern solltest du demnach darauf achten, dass sich die Fische vermehrt in der Nähe von Pflanzen aufhalten, da dort mehr Sauerstoff im Wasser vorhanden ist, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines Bisses erhöht wird. In Flüssen hingegen sind vor allem flache Stellen, welche eine starke Strömung aufweisen, ideal, um den ein oder anderen Fisch zu landen.

Hitze

4 Wie hängt der Luftdruck mit dem Verhalten der Fische zusammen?

Zu guter Letzt spielt auch der Luftdruck einen wesentlichen Faktor, welcher das Verhalten der Fische beeinflussen kann. Viele Angler sind der Meinung, dass eine starke Veränderung des Luftdrucks den Fischen sprichwörtlich auf den Magen schlägt. Eine Erklärung dafür ist, dass Fische die Luftdruckveränderung mit ihrer Schwimmblase spüren können und dadurch weniger Appetit haben. Mit der Luftdruckänderung ändert sich in der Regel auch der Sauerstoffgehalt im Wasser. Wird der Sauerstoffgehalt im Wasser verringert, so verringert sich in der Regel auch die Beißlust der Fische.

Wie immer und überall gibt es auch hier Ausnahmen. Vor allem bei kleinen Veränderungen des Luftdrucks, wie beispielsweise vor einem kurzen Gewitter im Sommer, können Fische sehr aktiv und gefräßig werden.

Luftdruck

Das Angelwetter kann das Beißverhalten der Fische beeinflussen. Man sollte jedoch beachten, dass es immer Ausnahmen gibt. Auf eine Regel kann man sich jedoch immer verlassen. Wenn der Luftdruck über längere Zeit gleichbleibt, so ist auch die Beißlust der Fische beständig.

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