Welsangeln

Wallerrutenhalter / Welsrutenhalter

Das Welsangeln ist nichts für schwache Nerven und verlangt dem Angler und der Ausrüstung einiges ab. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen dem aktiven und dem passiven Welsangeln. Der Wallerrutenhalter / Welsrutenhalter ist ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung, der zum passiven Welsangeln benötigt wird. In diesem Artikel erfährst du, worauf man beim Kauf eines Wallerrutenhalters achten sollte und welche unterschiedlichen Wallerrutenhalter / Welsrutenhalter es gibt.

1 Allgemeines zum Wallerrutenhalter

Bei keiner anderen Fischart ist der Rutenhalter so wichtig wie beim Wels / Waller. Der Grund hierfür liegt in der Angelmethode. Bei nahezu allen passiven Welsangelmethoden wird häufig mit geschlossener Rollenbremse gefischt. Dadurch wirken bei einem Biss enorme Kräfte auf den Rutenhalter, was den Wallerrutenhalter wiederum zu einem sehr wichtigen Ausrüstungsgegenstand macht. Bevor du erfährst, worauf beim Kauf eines Wallerrutenhalters zu achten ist, teilen wir die Rutenhalter in zwei Kategorien ein, nämlich Wallerrutenhalter fürs Bootsangeln und Wallerrutenhalter fürs Uferangeln.

Wallerrutenhalter

2 Wallerrutenhalter / Welsrutenhalter fürs Bootsangeln

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei unterschiedlichen Arten von Wallerrutenhaltern fürs Boot. Es gibt Rutenhalter, die an das Boot geschraubt werden und es gibt Rutenhalter, die an das Boot geklemmt werden. Je nachdem ob du ein eigenes Boot besitzt, in welches du nach Belieben Löcher bohren kannst oder nur ein gemietetes Boot besitzt, solltest du beim Kauf eines Wallerrutenhalters fürs Boot auf die Ausführung achten.

In der Regel sind die Wallerrutenhalter, die an das Boot angeschraubt werden, deutlich stabiler, da die auftretenden Kräfte viel besser auf das Boot übertragen werden. Bei Wallerrutenhaltern, die an das Boot geschraubt werden, ist oftmals weniger mehr. Am besten sind Wallerrutenhalter, die aus einem Edelstahlrohr und einer angeschweißten Fixierplatte bestehen. Diese werden dann einfach an die Bootswand geschraubt und halten garantiert. Ein weiterer Vorteil dieser Ausführung ist die Witterungsbeständigkeit.

Wenn du allerdings auf ein gemietetes Boot zurückgreifen müsst, ist ein Rutenhalter, der auf die Bootswand geklemmt wird, deutlich besser. Zum einen werden so Beschädigungen des Bootes vorgebeugt und man erspart sich Streitereien mit dem Bootsvermieter und zum anderen ist man mit solchen Rutenhaltern deutlich flexibler. Bei Rutenhaltern, die geklemmt werden, sollte man darauf achten, dass diese ziemlich stabil ausgeführt sind. Ideal ist es, wenn der Rutenhalter aus Edelstahl oder einem andren robusten Material besteht. Bei Rutenhaltern aus Kunststoff sollte man vorsichtig sein. Diese sind meist nicht für das Welsangeln ausgelegt und würden bei einem kapitalen Wels nicht standhalten.

Empfehlung

MagiDeal - Bootsrutenhalter

Wallerrutenhalter fürs Boot

Länge: 25,5 cm
Durchmesser: 4 cm
Marine-Edelstahl
Korrosionsbeständig
Gummischutz
Hohe Qualität 

3 Wallerrutenhalter / Welsrutenhalter fürs Uferangeln

Auch bei Wallerrutenhaltern fürs Uferangeln unterscheidet man zwischen zwei unterschiedlichen Ausführungen. Zum einen gibt es einfache Wallerrutenhalter, die in der Regel aus einem Rohr bestehen und in die Erde gesteckt werden und zum anderen gibt es High-End Rod Pods, bei denen alles Mögliche verstellt werden kann.

Auch bei Wallerrutenhaltern fürs Uferangeln gilt, weniger ist mehr. Im Normalfall reicht ein einfacher Wallerrutenhalter, der aus einem Rohr besteht, aus, um den Zweck der sicheren Rutenverankerung zu erfüllen. Bei den einfachen Rutenhaltern sollte man auf die Qualität achten. Ideal sind Wallerrutenhalter, die aus pulverbeschichtetem Stahl oder Edelstahl bestehen. Weiters ist darauf zu achten, dass diese Wallerrutenhalter, sofern sie nicht aus einem durchgängigen Rohr bestehen, über einen Rückschlagschutz verfügen, sodass die Rute am oberen Ende des Rutehalters nochmals gesichert ist. Andernfalls kann es passieren, dass die Rute bei einem Fallbiss nach hinten kippt und aus dem Wallerrutenhalter fällt.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei einfachen Wallerrutenhaltern ist die Fläche, die in die Erde gesteckt wird. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass diese Fläche groß genug ist, damit der Wallerrutenhalter bei einem Biss die Kraft des Welses gut auf die Erde übertragen kann. Durch die große Fläche ist es jedoch oftmals schwierig den Wallerrutenhalter in die Erde zu stecken. Ein Hammer und ein Stückchen Holz als Puffer beziehungsweise Schutz schaffen hier oftmals Abhilfe.

Verstellbare Wallerrutenhalter beziehungsweise Rod Pods sollte man nur einsetzten, wenn der Boden zu hart ist, sodass ein einfacher Rutenhalter nicht hineingesteckt beziehungsweise hineingeschlagen werden kann. Diese Rutenhalter sind meist nie so stabil wie ein einfacher Wallerrutenhalter und sind weiters viel anfälliger für Beschädigungen.

Empfehlung

Zeck - Wallerrutenhalter

Wallerrutenhalter

Länge: 85 cm
Durchmesser: 43 mm
Gewicht: 1,75 kg
Material: Stahl pulverbeschichtet
Kurzer Becher
Rückschlagschutz
Hohe Qualität

4 Der beste Wallerrutenhalter im Test

Wie du gesehen hast, ist es nicht so schwierig einen guten Wallerrutenhalter / Welsrutenhalter zu finden. Bei der Auswahl kommt es sehr stark auf das Einsatzgebiet an. Daher gibt es keinen „besten Wallerrutenhalter“. Im Großen und Ganzen lässt sich jedoch sagen, dass der Wallerrutenhalter / Welsrutenhalter stabil gebaut und qualitativ hochwertig verarbeitet sein sollte. Weiters ist darauf zu achten, dass der Wallerrutenhalter einfach aufgebaut ist und nicht über diverse Verstellschrauben verfügen sollte, da diese in der Regel Schwachstellen sind.

5 Wallerrutenhalter - Warum steht die Rute immer senkrecht?

Gerade Angel-Anfänger fragen sich oft, warum beim Welsangeln / Wallerangeln die Rute immer senkrecht steht. Diese Frage ist natürlich berechtigt und wird in diesem Abschnitt beantwortet. Die senkrechte Aufstellung der Rute bietet gleich mehrere Vorteile. Als Basis hierfür dient der in den Boden verankerte Wallerrutenhalter. Dieser sorgt dafür, dass die Rute stabil steht und bei einem Biss nicht in das Wasser gezogen wird.

Durch die senkrechte Positionierung der Rute erzielt man einen genialen Selbsthakeffekt. Wenn der Wels nach einem Biss flüchtet, puffert die Rute seine Flucht mit ihrem Rückgrat ab. Dadurch hakt sich der Wels / Waller durch den Druck, der dabei auf das Vorfach wirkt, selbst. Ein weiterer Grund für die senkrechte Positionierung der Rute ist die Tatsache, dass so die Schnur aus dem Wasser gespannt werden kann, wenn man mit einer Abspann-Montage angelt. Dadurch wird gewährleistet, dass sich kein Treibgut in der Schnur verfängt.

Diese Artikel könnten dich auch interessieren

Wallerholz zum Wallerangeln

Angeln mit der Unterwasserpose

So findest du die perfekte Welsrute