Welsangeln

Welsbissanzeiger - Darauf solltest du achten!

Das Welsangeln verlangt sowohl dem Angler als auch der Ausrüstung einiges ab. Durch die enorme Kraft und die Größe dieser Fische ist eine spezielle Ausrüstung erforderlich. Neben der richtigen Welsrute und der richtigen Welsrolle ist auch ein Welsbissanzeiger ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung, der zum Welsangeln benötigt wird. In diesem Artikel erfährst du, welche Arten es von Welsbissanzeigern gibt und wie sich diese unterscheiden. Weiters erfährst du wie viel Welsbissanzeiger kosten und für welchen Welsbissanzeiger du dich entscheiden solltest.

1 Wofür wird ein Welsbissanzeiger benötigt?

Wie der Name schon vermuten lässt, wird ein Welsbissanzeiger zur Anzeige eines Bisses benötigt. Beim passiven Welsangeln ist man schnell abgelenkt wie beispielsweise durch die Zubereitung einer Mahlzeit, durch das Binden neuer Rigs, durch das Angeln auf frische Köderfische oder insbesondere während des Schlafens. Dadurch ist es kaum möglich die Rute ständig zu beobachten. Damit man dennoch einen Biss erkennt, kommt ein Welsbissanzeiger zum Einsatz. Sollte ein Wels anbeißen, kreischt der Welsbissanzeiger los, sodass man umgehend reagieren kann.

2 Welche unterschiedlichen Welsbissanzeiger gibt es?

2.1 Welsbissanzeiger - Glöckchen

Das Glöckchen ist wohl einer der bekanntesten Welsbissanzeiger überhaupt. Ähnlich wie die Rolle zur Rute gehört, ist es beim passiven Welsangeln für viele Angler mit der Glocke. Sie gehört einfach dazu, auch wenn man einen elektronischen Bissanzeiger verwendet. Die Glocke ist kostengünstig, schnell angebracht und sehr robust. Grundsätzlich unterschiedet man zwischen zwei Arten, nämlich Wallerglöckchen mit einer oder mit zwei Glocken. Wir raten jedoch zu einem Glöckchen mit zwei Glocken, da diese deutlich mehr Lärm machen.

Das Glöckchen wird einfach am oberen Rutenbereich angeclippt und raschelt, wenn ein Biss vorliegt. Nachteil der Glocke ist die geringe Lautstärke. Wenn man tief schläft oder bei einem Biss nicht in der Nähe der Rute ist, wird man das Glöckchen nicht hören. Dies kann dazu führen, dass man den Biss versäumt und der Wels bereits über alle Berge ist. Ein weiterer Nachteil ist die Erkennung von Fallbissen. Wenn der Wels den Köder schnappt und Richtung Rute schwimmt, wird kein Biss angezeigt.

Welsbissanzeiger Glöckchen
Elektronischer Welsbissanzeiger

2.2 Welsbissanzeiger - Elektronische Bissanzeiger

Der elektronische Bissanzeiger ist wohl die beste und effektivste Möglichkeit der Bisserkennung. Bei einem Biss kreischt dieser los und zwar in einer Lautstärke, die nicht zu überhören ist. Der elektronische Welsbissanzeiger wird oberhalb des Rutengriffs am Rutenblank angebracht beziehungsweise angeclippt. In der Regel richtet sich der Bissanzeiger an den Neigungswinkel oder an die Vibration der Rute. Das heißt, sobald die Rute vibriert oder sich der Neigungswinkel der Rute durch einen Biss ändert, kreischt der Bissanzeiger los. 

Die Lautstärke und die Tonhöhe sowie die Sensibilität des Bissanzeigers können bei den meisten Modellen eingestellt werden. Letzteres ist wichtig, da man so den Bissanzeiger an die jeweiligen Bedingungen wie Wind, Strömung und Wellen anpassen kann. Dadurch können Falschmeldungen nahezu ausgeschlossen werden. Weiters ist bei den meisten Modellen eine Fallbisserkennung integriert. Somit wird auch ein Biss angezeigt, wenn der Fisch in die Richtung der Rute schwimmt.

2.3 Welsbissanzeiger - Funkbissanzeiger

Zu guter Letzt gibt es noch Funkbissanzeiger. Das sind elektronische Bissanzeiger, die zusätzlich über eine Funkbox verfügen, auf die der Biss übertragen wird. Dadurch versäumt man garantiert keinen Biss, auch wenn man einen extrem tiefen Schlaf hat oder wenn man sich nicht in der Nähe der Rute befindet. Auch dann, wenn der Regen auf das Zelt prasselt oder ein extrem starker Wind vorliegt, kann es bei elektronischen Bissanzeigern passieren, dass man sie nicht hört, besonders wenn das Camp nicht unmittelbar neben den Ruten aufgestellt ist. Mit einem Funkbissanzeiger gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Erfolgt ein Biss, überträgt der elektronische Bissanzeiger das Signal über Funk auf die Funkbox, welche sich immer beim Angler befinden sollte. Je nach Art und Modell lassen sich beliebig viele Bissanzeiger auf eine Funkbox programmieren.

Welsbissanzeiger Funkbissanzeiger

3 Welcher Welsbissanzeiger ist am besten?

Welcher Welsbissanzeiger am besten ist, kann man nur schwer beantworten, da es auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden einzelnen Anglers ankommt. Jeder Welsbissanzeiger hat seine Vor- und Nachteile. Ein Glöckchen ist beispielsweise super günstig und nahezu unzerstörbar. Wenn man allerdings tief schläft oder sich nicht unmittelbar in der Nähe der Rute befindet, können Bisse versäumt werden. Elektronische Bissanzeiger sind zwar super zuverlässig, können aber auch aussetzen oder kaputt gehen. 

Funkbissanzeiger sind sowie elektronische Bissanzeiger super zuverlässig und wecken den Angler auch bei einem sehr tiefen Schlaf. Nachteil sind die hohen Kosten. Für welchen Bissanzeiger du dich letzten Endes entscheidest, ist dir überlassen. Wenn Geld keine Rolle spielt und du immer auf der sicheren Seite sein willst, solltest du auf eine Kombination aus Glöckchen und Funkbissanzeiger zurückgreifen.

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Welsbissanzeiger Glöckchen

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Praktischer Rutenclip

[ angelplatz.de ]

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Set: 2 Bissanzeiger, 1 Funkbox
Reichweite bis 50 m
10 Sekunden Back Drop Signal
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[ angelplatz.de ]

4 Welsbissanzeiger richtig einstellen - Video

5 Welsbissanzeiger - Die Kosten

Die Kosten der unterschiedlichen Arten von Welsbissanzeigern variieren stark. Ein Glöckchen kostet gerade einmal um die 5 €. Ein Funkbissazeiger-Set mit zwei elektronischen Bissanzeigern und Funkbox kostet in der Regel über 100 €. Je nachdem welches Budget du hast, ist eine Kombination aus Glöckchen und Funkbissanzeiger die beste Wahl.

Kosten

6 Die drei wichtigsten Bissarten eines Welses

Im folgenden Abschnitt werden die drei wichtigsten Bissarten eines Welses genauer erklärt. Hier wird auch gleich ersichtlich, warum ein elektronischer Welsbissanzeiger vorteilhaft ist. Die Glocke funktioniert eigentlich nur bei der zweiten Bissart. Wenn ein Fallbiss vorliegt oder der Wels die Schnur nur langsam abzieht, erzeugt eine Glocke in der Regel keine Geräusche.

  1. Langsames Vorziehen
  2. Leichte bis starke Schläge in die Rute
  3. Fallbiss – Der Wels schwimmt Richtung Rute

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